Kapsel-Endoskopie

Die Kapsel nimmt während ihrer Reise durch den Dünndarm zahlreiche Bilder auf, die nach Abschluss der Untersuchung auswertet werden.

Endoskopische Untersuchungen werden nicht zu Unrecht von Patientinnen und Patienten teilweise als  unkomfortabel empfunden. Der Magen, der Zwölffingerdarm und der Dickdarm können mit dem Endoskop betrachtet werden. Der gesamte Dünndarm, der insgesamt zwischen 2 - 3 m misst, kann dagegen kaum endoskopisch untersucht werden.
Diese Lücke wird nun seit einigen Jahren von der Kapsel-Endoskopie geschlossen. Die Patientin oder der Patient schluckt lediglich eine kleine Videokapsel, die dann auf ihrem Weg durch den Dünndarm Bilder aufnimmt. Diese Videokapsel enthält eine Einwegkamera, die mit dem Stuhl wieder ausgeschieden wird. Die Kapsel-Endoskopie wird durchgeführt z. B. zur Suche einer Blutungsquelle im Dünndarm. Die Kapsel-Endoskopie ist inzwischen eine reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Wenn die Magen- und Darmspiegelung unauffällig waren und weiterhin der Verdacht auf eine Blutung besteht, werden die Kosten von Ihrer Krankenkasse übernommen. Bitte sprechen Sie uns diesbezüglich an.

Ablauf der Untersuchung

Die Patientin oder der Patient müssen sich am Vortrag für die Untersuchung mit einer Trinklösung zur Spülung des Dünndarms vorbereiten. Am nächsten Morgen wird die Kapsel, die etwa die Größe einer Erdnuss hat, mit etwas Wasser geschluckt. Die Videokamera in der Kapsel funkt Bilder an einen Rekorder, der mit einem Gürtel auf dem Bauch der Patientin oder des Patienten befestigt wird. Am nächsten Tag wird der Rekorder in die Praxis zurückgebracht, die Bilder können dann ausgewertet werden.