Gastroskopie

Unter einer Gastroskopie versteht man eine endoskopische Untersuchung der Speiseröhre, Magens und Zwölffingerdarms.

Um die Ursachen bestimmter Beschwerden wie Sodbrennen, Oberbauchbeschwerden oder Durchfälle zu klären und anschließend eine gezielte Behandlung einleiten zu können, untersuchen wir in unserer Praxis endoskopisch Speiseröhre, Magens und Zwölffingerdarm. Dabei werden meist auch Proben zur feingeweblichen Untersuchung und für einen Urease-Schnelltest entnommen, um beispielsweise feststellen zu können, ob z.B. eine Infektion mit Helicobacter pylori vorliegt.
Mittels Chromoendoskopie durch elektronische Färbung des Gewebes oder Aufsprühen von Farbstoffen oder Essig können wir zudem Veränderungen an der Speiseröhre, die Vorstufen zu Krebs darstellen, sogenannte Barrett-Schleimhaut, besser erkennen und behandeln, wie eine Studie hat gezeigt hat (Hoffmann et al. Poster Presentation DDW 2010).

Ablauf der Untersuchung

Vor der Untersuchung muss die Patientin oder der Patient das ausgegebene Informationsblatt sorgfältig durchlesen und mit der Ärztin alle Fragen klären. Abschließend muss schriftlich in die Durchführung der Untersuchung eingewilligt werde.
Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft. Wir führen sie zudem nach einer ausgiebigen örtlichen Betäubung durch. Eine „Schlafspritze“ mit dem Medikament Propofol bieten wir denjenigen Patienten an, die unter starkem Würgereiz oder Angst leiden. Diese Leistung wird auch von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Allerdings muss sich die Patientin oder der Patient nach einer individuell unterschiedlichen Aufwachzeit anschließend abholen lassen und darf einen ganzen Tag lang nicht selbst Auto fahren oder wichtige Entscheidungen treffen.